Ernährung

Essen als Medizin

ernaehrung smBis heute erhalten geblieben sind die Empfehlungen für die richtige, individuelle Ernährung sowie für eine gute Verdauung, nach dem Ayurveda die Eckpfeiler der Gesundheit. Die individuell abgestimmte Ernährung spielt immer eine zentrale Rolle, ob es darum geht, die Gesundheit zu erhalten oder die Krankheit zu heilen. Eine gesunde Ernährung setzt sich immer aus verschiedenen Faktoren zusammen, sei es die Kombination, die Zubereitung, die Menge, den Rhytmus der Nahrungsaufnahme, die Stimmung der Person, die die Nahrung zubereitet, der geeignete Ort zur Einnahme der Mahlzeit, die richtige Zeit. Zudem sollte das Essen der Jahreszeit, dem Klima, dem Alter der Konstitution, dem Gesundheitszustand angepasst sein und berücksichtigen, ob körperlich oder geistig gearbeitet wird.
    
Gesundheit = Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele

Gesundheit ist ein Leben in Erkenntnis und Harmonie und umfasst nicht nur Körper, Psyche und Mitlebewesen, sondern auch unsere Umwelt sowie Selbst- und Gotteserkenntnis. Nur wenn wir in all diesen Bereichen ausgewogen leben, werden wir auf Dauer gesund bleiben können. Geraten wir in einem dieser Bereiche aus dem Gleichgewicht, werden wir dies früher oder später auch als Störung in den anderen Bereichen erleben, bis schlussendlich der Körper reagiert: Wir werden krank. Krankheit will uns darauf hinweisen, dass wir unsere Harmonie verlassen haben, und stellt unsere bisher scheinbar ausbalancierte Ordnung in Frage. Was immer sich in unserem Körper als ein Krankheitssymptom manifestiert, ist sichtbarer Ausdruck eines unsichtbaren Prozesses. Das Symptom möchte durch seine Signalfunktion unseren bisherigen Weg unterbrechen und uns darauf hinweisen, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Nach der ganzheitlichen Betrachtung des Ayurveda ist ein Mensch dann vollkommen gesund, wenn sieben Kriterien erfüllt sind, wenn...

... sich die Doshas (Bioenergien) in einem Zustand der Homöostase (sich untereinander austauschen) befinden

... die Agni (verschiedene Stoffwechselvorgänge/Verbrennungsfeuer) optimal funktionieren

... die Dhatu (Körpergewebe) stabil und gut entwickelt sind

... die Mala (Abfallprodukte) rechtzeitig und in bestmöglicher Quantität ausgeschieden werden

... die Sinne uneingeschränkt funktionieren

... sich die Person glücklich fühlt

... die Seele wahrgenommen wird


Der Ayurveda will uns helfen, unsere Harmonie in all diesen Bereichen wieder herzu- stellen. Wie in einem Orchester, in dem alle Instrumente richtig gestimmt und gespielt werden müssen, so sollte auch in unserem Leben Harmonie auf allen Ebenen bestehen. Harmonie bedeutet dabei nicht, dass alle Doshas gleich verteilt sind - vielmehr geht es um die individuelle Balance eines jeden Doshas in sich und zueinander. Ziel jeder ayurvedischen Behandlung ist es, den Wohlklang dieser Instrumente des Lebens wieder herzustellen. Nur wenn wir die Kunst erlernen, im Einklang mit unseren Mitgeschöpfen, unserer Umwelt und den göttlichen Naturgesetzen zu leben, können wir uns spirituell weiterentwickeln und glücklich werden.

 

Unsere Konstitution: Die drei Doshas

Das ganzheitliche Heilsystem des Ayurveda basiert auf einem universellen Naturgesetz: der Aufrechterhaltung des harmonischen Gleichgewichts aus den fünf Elementen Äther, Luft, Feuer, Wasser, Erde, aus denen der gesamte Kosmos und alles darin Existierende zusammengesetzt ist. Der menschliche Körper ist das mikrokosmische Abbild des Makrokosmos, des Universums. Bei einem gesunden Körper sind alle fünf Elemente im Gleichgewicht. Geraten aber eines oder mehrere dieser Elemente, aufgrund ungeeigneter Ernährungsweise, schlechter Verdauung oder eines ungesunden Lebenswandels aus der Balance, entstehen Störungen und Krankheiten, die sich auf der psychischen oder körperlichen Ebene manifestieren. Nach dem Ayurveda werden die fünf Elemente des Körpers durch drei feinstoffliche Bioenergien, die Doshas, intakt gehalten. Die drei Doshas heissen Vata (Raum/Luft), Pitta (Feuer/Wasser) und Kapha (Erde/Wasser).

Die Doshas sind die drei grundlegenden Funktionsprinzipien, die für alle körperlichen und psychischen Vorgänge verantwortlich sind. Sie geben Auskunft über die individuelle Natur des Menschen, seine konstitutionellen Anlagen und seine derzeitige körperliche und psychische Verfassung, die mehr oder weniger von seiner Natur abweichen kann.

Gemäss Ayurveda müssen in der Nahrung alle sechs Geschmacksrichtungen vorkommen, um Ausgewogen zu sein: Süss, sauer, salzig, bitter, scharf, herb 
 
Ayurveda ist untrennbar mit der Ernährung verbunden. Man fühlt (sich) förmlich, was und wie man isst! Nicht jedes Nahrungsmittel wirkt sich auf jeden Menschen gleich gut oder weniger gut aus. 
 
Das Element Vata will besänftig werden. 
 
Das Element Pitta verträgt nicht noch mehr Hitze, davon hat es genug, es will gekühlt und beruhigt werden. 
 
Das Element Kapha, beständig und etwas lethargisch, braucht Anregung. 
 
So haben sämtliche Lebensmittel ihre Rasas (Geschmacksrichtungen) die in der Ernährung optimal eingesetzt werden können.
 

 

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Marianne Rossi
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